Messlokation: Alles, was Sie wissen müssen

Aktualisiert am:
19.02.2026
Lesezeit:
3 Minuten

Der Zähler im Keller ist für die meisten Hausbesitzer eine Selbstverständlichkeit. Bis der Netzbetreiber anruft und fragt, welche Messlokation gemeint ist. Oder bis die neue Photovoltaikanlage angemeldet werden soll und plötzlich von MeLo-IDs die Rede ist. Was sich dahinter verbirgt, wer zuständig ist und wo man die eigene Messlokations-ID findet, erklärt dieser Artikel.

Was ist eine Messlokation?

Eine Messlokation ist der physische Ort, an dem ein Zähler den Stromfluss misst. In den meisten Einfamilienhäusern ist das der Stromzähler. Jeder Netzanschlusspunkt hat mindestens eine Messlokation.

Eine einfache Analogie: Die Messlokation ist wie die Adresse eines Briefkastens. Sie beschreibt, wo sich der Kasten befindet. Sie sagt aber nichts darüber, wer ihn nutzt oder wie viele Briefe ankommen. Genauso beschreibt die Messlokation nur den Messpunkt, nicht den Stromvertrag dahinter.

Was ist der Unterschied zwischen Messlokation, Marktlokation und Zählernummer?

Die Messlokation beschreibt den physischen Messpunkt, die Marktlokation ist der Ort, an dem Strom bezogen oder eingespeist wird und die Zählernummer identifiziert das konkrete Messgerät.

Wo finde ich die Messlokations-ID?

Die Messlokations-ID lässt sich auf drei Wegen herausfinden: direkt am Zähler, über den Netzbetreiber oder über den Messstellenbetreiber. Die ID ist eine 33-stellige Zahlenfolge, die den Messpunkt bundesweit eindeutig identifiziert.

So finden Sie Ihre Messlokations-ID:

  1. Blick auf den Zähler: Bei modernen Zählern und Smart Meters steht die Messlokations-ID direkt auf dem Display oder auf dem Aufkleber am Gerät. Ältere Ferraris-Zähler zeigen sie in der Regel nicht an.
  2. Jahresabrechnung prüfen: Viele Netzbetreiber drucken die Messlokations-ID auf der Jahresabrechnung oder dem Netzanschlussvertrag ab. Ein Blick in die Unterlagen spart oft einen Anruf.
  3. Netzbetreiber kontaktieren: Wer die ID weder am Zähler noch in den Unterlagen findet, kann sie beim zuständigen Netzbetreiber erfragen. Dafür reicht in der Regel die Adresse des Anschlusspunkts.
  4. Messstellenbetreiber anfragen: Alternativ gibt der Messstellenbetreiber die ID auf Anfrage heraus. Das ist besonders dann sinnvoll, wenn ein Wechsel zu einem wettbewerblichen Messstellenbetreiber geplant ist.

Wer ist für die Messlokation zuständig?

Für den Einbau und den Betrieb des Zählers ist der Messstellenbetreiber verantwortlich, während der Netzbetreiber den physischen Netzanschluss und die Vergabe der Messlokations-ID übernimmt.

Die folgende Tabelle zeigt, wer welche Aufgabe übernimmt:

Zuständigkeiten rund um die Messlokation
Akteur Aufgabe Beispiel
Netzbetreiber Vergabe der Messlokations-ID, Netzanschluss, Netzinfrastruktur Stadtwerke
Grundzuständiger Messstellenbetreiber (gMSB) Einbau und Betrieb des Zählers, wenn kein anderer gewählt wird In der Regel identisch mit dem Netzbetreiber
Wettbewerblicher Messstellenbetreiber (wMSB) Alternative zum gMSB, oft mit Smart-Meter-Lösungen und zusätzlichen Services metrify
Energieversorger Abrechnung des Stromverbrauchs auf Basis der Messwerte Enpal

Fazit

Die Messlokation ist ein technischer Begriff, der im Alltag kaum auftaucht, aber eine wichtige Rolle spielt, sobald es um den Zähler oder einen Smart-Meter-Einbau geht. Wer den Messstellenbetreiber wechseln möchte, muss das nicht alleine durchsetzen. metrify übernimmt als wettbewerblicher Messstellenbetreiber den kompletten Wechselprozess und sorgt dafür, dass ein moderner Smart Meter eingebaut wird.

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