Messstellenbetreiber: Alles, was Sie wissen müssen
Messstellenbetreiber: Das Wichtigste in Kürze
- Der Messstellenbetreiber ist das Unternehmen, das den Stromzähler einbaut, betreibt, wartet und die Verbrauchsdaten übermittelt.
- Jeder Haushalt hat automatisch einen grundzuständigen Messstellenbetreiber zugewiesen, meist ist das der örtliche Netzbetreiber.
- Ein Wechsel zu einem wettbewerblichen Messstellenbetreiber ist jederzeit möglich und kann Kosten sparen oder zusätzliche Funktionen bieten.
Wer sich mit seinen Stromkosten beschäftigt, stößt früher oder später auf den Begriff Messstellenbetreiber. Doch wer ist das eigentlich? Was kostet der Messstellenbetrieb? Und lohnt sich ein Wechsel? Dieser Artikel erklärt verständlich, welche Aufgaben der Messstellenbetreiber hat, welche Kosten anfallen und wann ein Wechsel sinnvoll ist.
Was ist ein Messstellenbetreiber?
Der Messstellenbetreiber ist das Unternehmen, das Stromzähler einbaut, betreibt, wartet und die Verbrauchsdaten an Netzbetreiber sowie Stromlieferanten übermittelt. Ohne ihn wüsste niemand, wie viel Strom ein Haushalt verbraucht oder ins Stromnetz einspeist.
In Deutschland hat jeder Haushalt automatisch einen Messstellenbetreiber zugewiesen. Meist übernimmt der örtliche Netzbetreiber diese Aufgabe, also das Unternehmen, dem auch die Stromleitungen in der Region gehören.
Der Messstellenbetreiber kümmert sich um folgende Aufgaben:
- Einbau und Austausch von Stromzählern
- Betrieb und Wartung der Messeinrichtungen
- Ablesung der Zählerstände (manuell oder digital)
- Übermittlung der Verbrauchsdaten an Netzbetreiber und Stromlieferanten
- Beim Smart Meter: Bereitstellung des Kommunikationsmoduls (Gateway)
Wichtig zu wissen: Der Messstellenbetreiber ist nicht der Stromanbieter. Der Stromanbieter liefert die Energie, der Messstellenbetreiber misst nur, wie viel davon verbraucht wird. Beide Unternehmen tauchen getrennt auf der Stromrechnung auf.
Was ist der Unterschied zwischen Netzbetreiber und Messstellenbetreiber?
Der Unterschied liegt in den Zuständigkeiten: Der Netzbetreiber ist für die Stromleitungen verantwortlich, der Messstellenbetreiber nur für den Zähler.
Der Netzbetreiber sorgt dafür, dass der Strom physisch vom Kraftwerk bis zur Steckdose fließt. Er baut Leitungen, wartet Trafostationen und stellt die Netzstabilität sicher. Der Messstellenbetreiber hingegen kümmert sich ausschließlich um die Messung des Verbrauchs.
In vielen Fällen ist beides dasselbe Unternehmen. Denn der örtliche Netzbetreiber übernimmt in seinem Gebiet automatisch auch die Rolle des grundzuständigen Messstellenbetreibers. Trotzdem handelt es sich um zwei verschiedene Aufgaben mit getrennter Abrechnung.
Was ist der Unterschied zwischen grundzuständigen und wettbewerblichen Messstellenbetreibern?
Der grundzuständige Messstellenbetreiber (gMSB) ist in der Regel der örtliche Netzbetreiber. Er übernimmt die Versorgung aller Haushalte in seinem Netzgebiet, die keinen anderen Anbieter gewählt haben. Diese Zuweisung erfolgt automatisch, ohne dass Hausbesitzer aktiv werden müssen.
Wettbewerbliche Messstellenbetreiber (wMSB) sind unabhängige Unternehmen, die sich oft auf Smart Meter spezialisiert haben. Sie bieten häufig kürzere Wartezeiten beim Einbau, bessere Apps zur Verbrauchsanalyse oder günstigere Konditionen. Marktführer unter den wMSB ist metrify.
Wer ist mein Messstellenbetreiber und wie finde ich das heraus?
Der Messstellenbetreiber steht in der Regel auf der Stromrechnung oder auf dem Stromzähler. Alternativ kann der Netzbetreiber oder Stromanbieter Auskunft geben.
Option 1: Stromrechnung prüfen
Die Jahresabrechnung des Stromanbieters enthält einen eigenen Posten für den Messstellenbetrieb. Dieser findet sich meist im hinteren Teil der Rechnung unter "Entgelte für Messstellenbetrieb" oder "Messdienstleistung". Dort steht der Name des zuständigen Unternehmens sowie der Jahresbetrag.
Option 2: Zählerkasten kontrollieren
Am Stromzähler selbst oder am Zählerschrank befindet sich häufig ein Aufkleber mit dem Namen des Messstellenbetreibers. Bei neueren digitalen Zählern ist der Betreiber oft direkt auf dem Gerät vermerkt.
Option 3: Netzbetreiber kontaktieren
Falls die Stromrechnung keine Auskunft gibt, hilft der örtliche Netzbetreiber weiter. Dieser ist in den meisten Fällen gleichzeitig der grundzuständige Messstellenbetreiber. Der Netzbetreiber steht ebenfalls auf der Stromrechnung.
Option 4: Stromanbieter fragen
Der Stromanbieter kennt den zuständigen Messstellenbetreiber und kann auf Anfrage Auskunft geben. Ein kurzer Anruf oder eine E-Mail an den Kundenservice genügt.
Was kostet der Messstellenbetrieb?
Die jährlichen Kosten für den Messstellenbetrieb liegen zwischen 20 € und 50 €, abhängig vom Zählertyp und der individuellen Verbrauchssituation. Für Haushalte mit Smart-Meter-Pflicht gelten gesetzliche Preisobergrenzen, die im Messstellenbetriebsgesetz (MsbG) festgelegt sind. Der Einbau eines neuen Zählers ist in der Regel kostenlos, da der Messstellenbetreiber die Installation übernimmt.
Typische Kosten nach Zählertyp im Überblick:
Wie groß ist der Anteil der Messstellenkosten am Strompreis?
Die Messstellenkosten machen bei einem Durchschnittshaushalt nur etwa 1 – 2 % der gesamten Stromrechnung aus. Bei einem Jahresverbrauch von 4.000 kWh und einem Strompreis von 32 Cent/kWh ergibt sich folgende Verteilung:
Die Messstellenkosten sind also der kleinste Posten auf der Stromrechnung. Trotzdem lohnt sich ein Vergleich, denn bei einem Wechsel zu einem wettbewerblichen Messstellenbetreiber sind nicht nur Einsparungen möglich, wie zum Beispiel durch reduzierte Netzentgelte, sondern oft auch bessere Services wie Echtzeit-Verbrauchsdaten.
Kann ich den Messstellenbetreiber wechseln und lohnt sich das?
Seit 2008 haben Hausbesitzer das gesetzliche Recht, ihren Messstellenbetreiber frei zu wählen. Das heißt: Ein Wechsel des Messstellenbetreibers ist jederzeit möglich. Der Wechsel selbst ist kostenlos, nur die regulären Jahresgebühren des neuen Anbieters fallen an. Der Prozess ist einfach:
- Neuen Messstellenbetreiber auswählen.
- Vertrag abschließen.
- Kündigung und Anmeldung beim Netzbetreiber (übernimmt der neue Messstellenbetreiber).
- Terminvereinbarung und Installation.
Der gesamte Wechselprozess dauert bei wettbewerblichen Messstellenbetreibern wie metrify etwa 4 bis 8 Wochen.
Was sind die Vor- und Nachteile eines Wechsel?
Wo ist metrify als wettbewerblicher Messstellenbetreiber aktiv?
metrify ist in ganz Deutschland aktiv. Genauere Informationen zu Ihrem Bundesland oder Ihrer Stadt finden Sie in diesen Artikeln:
Gut zu wissen: metrify ist als Marktführer unter den wettbewerblichen Messstellenbetreibern in ganz Deutschland aktiv. Den Wechsel können Sie direkt online starten und wenige Wochen später schon von Ihrem neuen Smart Meter profitieren. Hier anfragen:
Inhaltsverzeichnis



%20-%20Kopie.webp)
