Smart-Meter-Kosten: Aktuelle Preisübersicht

Aktualisiert am:
06.02.2026
Lesezeit:
4 Minuten

Der intelligente Stromzähler ist für viele Haushalte bereits Pflicht und wird in den kommenden Jahren flächendeckend eingebaut. Doch was kostet ein Smart Meter eigentlich? Welche Gebühren fallen jährlich an, und wann lohnt sich die Investition? Dieser Artikel gibt einen vollständigen Überblick über alle Kostenpositionen und zeigt, wie sich mit dem richtigen Smart Meter sogar Geld sparen lässt.

Was kostet ein Smart Meter?

Ein Smart Meter kostet die meisten privaten Haushalte zwischen 20 und 50 € pro Jahr. Diese Kosten sind gesetzlich durch das Messstellenbetreibsgesetz (MsbG) gedeckelt. Der genaue Betrag richtet sich nach dem jährlichen Stromverbrauch oder der Leistung einer vorhandenen Photovoltaikanlage.

Preisobergrenzen für Smart Meter
Stromverbrauch pro Jahr Stromerzeugung (z. B. PV-Anlage) Preisobergrenze pro Jahr
bis 6.000 kWh 20 € (nur mME)
6.000–10.000 kWh bis 15 kW 40 €
10.000–20.000 kWh 50 €
20.000–50.000 kWh 15–25 kW 110 €
50.000–100.000 kWh 25–100 kW 140 €
Steuerbare Verbrauchseinrichtung (z. B. Wärmepumpe, Wallbox) bis 15 kW 50 €
Quelle: Messstellenbetriebsgesetz (MsbG)

Wer zahlt die Kosten für ein Smart Meter?

Die laufenden Kosten für den Smart Meter trägt der Anschlussnehmer, also in der Regel der Hauseigentümer. Der Messstellenbetreiber stellt diese Kosten einmal jährlich in Rechnung. Sie erscheinen entweder als separate Position auf der Stromrechnung oder als eigenständige Rechnung des Messstellenbetreibers.

Wichtig ist die Unterscheidung zwischen drei Akteuren:

Akteure im Messstellenbetrieb
Akteur Aufgabe Was wird berechnet?
Messstellenbetreiber Baut den Smart Meter ein, betreibt und wartet ihn, übermittelt Daten Jährliches Messentgelt (20–50 €)
Netzbetreiber Betreibt die Stromleitungen, stellt den Netzanschluss bereit Netzentgelte (über Stromrechnung)
Stromanbieter Liefert den Strom, rechnet den Verbrauch ab Strompreis pro kWh + Grundgebühr

Wer zahlt in welcher Situation?

Wer zahlt die Smart-Meter-Kosten?
Situation Wer zahlt?
Jährliche Messstellengebühr (Pflichtfall) Hauseigentümer (20–50 €/Jahr)
Jährliche Messstellengebühr (freiwilliger Einbau) Hauseigentümer (ca. 100 €/Jahr)
Zählerschrankumbau Hauseigentümer (500–2.000 €, einmalig)
Mietwohnung: laufende Kosten Vermieter, Umlage auf Nebenkosten möglich
Einbau des Smart Meters Kostenlos (im Messentgelt enthalten)
Smart-Meter-Gateway Kostenlos (im Messentgelt enthalten)

Welche Zusatzkosten können beim Smart Meter entstehen?

Die größte Zusatzkostenposition beim Smart Meter ist der Zählerschrankumbau, der zwischen 500 und 2.000 € kosten kann. Diese Kosten sind nicht in der gesetzlichen Preisobergrenze enthalten und müssen vom Hauseigentümer selbst getragen werden.

Die gute Nachricht: Der Einbau des Smart Meters selbst ist kostenlos. Auch das Smart-Meter-Gateway ist im jährlichen Messentgelt enthalten. Zusatzkosten entstehen nur, wenn technische Anpassungen am Zählerschrank notwendig sind.

Wann wird ein Zählerschrankumbau notwendig?

Ein Zählerschrankumbau ist erforderlich, wenn der vorhandene Zählerschrank nicht den aktuellen technischen Anforderungen entspricht. Das betrifft vor allem ältere Gebäude. Typische Gründe für einen Umbau sind:

  • Zählerplatz ist zu klein für das Smart-Meter-Gateway
  • Fehlende oder veraltete Sicherungselemente
  • Keine ausreichende Belüftung im Zählerschrank
  • Zählerschrank entspricht nicht der aktuellen DIN-Norm

Der Messstellenbetreiber prüft vor dem Einbau, ob der Zählerschrank geeignet ist. Falls Anpassungen notwendig sind, wird der Hauseigentümer vorab informiert. Die Kosten für den Umbau trägt der Eigentümer.

Kann ein Smart Meter die Stromkosten senken?

Ein Smart Meter kann die Stromkosten senken, wenn er mit einem dynamischen Stromtarif kombiniert wird. Der intelligente Zähler allein spart noch kein Geld. Er schafft aber die technische Voraussetzung, um von günstigen Börsenstrompreisen zu profitieren und den eigenen Verbrauch gezielt zu steuern.

Die Ersparnis setzt sich aus mehreren Bausteinen zusammen:

Sparpotenzial mit Smart Meter
Sparbaustein Ersparnis pro Jahr Voraussetzung
Dynamischer Stromtarif 50–150 € Intelligentes Messsystem + flexibles Verbrauchsverhalten
Netzentgelt-Rabatt nach §14a EnWG 110–190 € Wärmepumpe, Stromspeicher oder Wallbox als steuerbarer Verbraucher
Bewussterer Verbrauch durch Transparenz 30–80 € Nutzung der Echtzeitdaten zur Verhaltensänderung
Gesamtersparnis 200–420 € Kombination aller Bausteine

Dem gegenüber stehen die jährlichen Smart-Meter-Kosten von 20–50 € für Pflichtfälle. Die Rechnung geht in den meisten Fällen zugunsten des Haushalts auf.

Rechenbeispiel: Wie viel spart ein 4-Personen-Haushalt?

Ein 4-Personen-Haushalt mit Wärmepumpe kann durch ein Smart Meter bis zu 250 € pro Jahr sparen. Das folgende Beispiel zeigt, wie sich die Ersparnis zusammensetzt.

Ausgangssituation:

  • Stromverbrauch Haushalt: 5.000 kWh/Jahr
  • Stromverbrauch Wärmepumpe: 4.000 kWh/Jahr
  • Gesamtverbrauch: 9.000 kWh/Jahr
  • Strompreis: 0,32 €/kWh
  • Wärmepumpe: als steuerbarer Verbraucher nach §14a angemeldet

Berechnung der Ersparnis:

  • Netzentgelt-Rabatt nach §14a EnWG (Modul 1): 150 €/Jahr
  • Dynamischer Stromtarif (Waschen, Trocknen, Spülmaschine in günstigen Stunden): 70 €/Jahr
  • Bewussterer Verbrauch durch Echtzeitdaten: 50 €/Jahr
  • Summe Ersparnis: 270 €/Jahr

Kosten für das Smart Meter:

  • Jährliche Messstellengebühr (Verbrauch 6.000–10.000 kWh): 40 €/Jahr

Nettoersparnis durch das Smart Meter:

  • 270 € Ersparnis − 40 € Kosten = 230 € pro Jahr

Die jährlichen Smart-Meter-Kosten von 20 bis 50 € sind für die meisten Haushalte also gut investiert. Besonders wer eine Wärmepumpe oder Wallbox besitzt, profitiert von reduzierten Netzentgelten nach §14a EnWG, der die Kosten um ein Vielfaches übersteigt. Auch dynamische Stromtarife werden erst durch das intelligente Messsystem möglich und bieten zusätzliches Sparpotenzial.

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Häufig gestellte Fragen zu den Smart-Meter-Kosten

Wann ist ein Smart Meter Pflicht?

Ein Smart Meter ist Pflicht für Haushalte mit

  • einem Jahresverbrauch über 6.000 kWh, 
  • einer Photovoltaikanlage ab 7 kWp oder 
  • einem steuerbaren Verbraucher wie Wärmepumpe, Stromspeicher oder Wallbox ab 4,2 kW Leistung. 

Diese Vorgaben sind im Messstellenbetriebsgesetz (MsbG) festgelegt und gelten seit 2025. Mehr dazu hier: Smart-Meter-Pflicht

Was ist der Smart-Meter-Rollout?

Der Smart-Meter-Rollout ist der gesetzlich geregelte, schrittweise Einbau intelligenter Messsysteme in deutschen Haushalten und Unternehmen. Grundlage ist das Messstellenbetriebsgesetz (MsbG), das seit 2017 den Austausch alter Stromzähler gegen digitale Zähler vorschreibt.

Kann ich den Einbau eines Smart Meters verweigern?

Nein, eine Verweigerung ist rechtlich nicht möglich. Allerdings haben Hausbesitzer das Recht, den Messstellenbetreiber frei zu wählen und zu einem wettbewerblichen Anbieter wie metrify zu wechseln. Mehr dazu hier: Smart-Meter-Einbau verweigern

Wie lange dauert der Smart-Meter-Einbau?

Der eigentliche Einbau dauert etwa 30 bis 60 Minuten. Der Techniker tauscht den alten Zähler gegen das Smart Meter aus und montiert das Gateway. Bei einem wettbewerblichen Messstellenbetreiber wie metrify dauert der gesamte Prozess von Anfrage bis zur fertigen Installation meistens nur wenige Wochen.

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