Smart-Meter-Kosten: Aktuelle Preisübersicht
Smart-Meter-Kosten: Das Wichtigste in Kürze
- Die jährlichen Kosten für ein Smart Meter liegen zwischen 20 und 50 € für Haushalte mit Einbaupflicht. Bei freiwilligem Einbau sind es circa 100 € pro Jahr.
- Für Haushalte ab 6.000 kWh Jahresverbrauch, mit Photovoltaikanlage ab 7 kWp oder mit Wärmepumpen, Stromspeichern oder Wallboxen ab 4,2 kW Leistung ist der Einbau seit 2025 verpflichtend.
- Der Einbau selbst ist kostenlos. Zusatzkosten entstehen nur, wenn der Zählerschrank umgebaut werden muss (500–2.000 €).
Der intelligente Stromzähler ist für viele Haushalte bereits Pflicht und wird in den kommenden Jahren flächendeckend eingebaut. Doch was kostet ein Smart Meter eigentlich? Welche Gebühren fallen jährlich an, und wann lohnt sich die Investition? Dieser Artikel gibt einen vollständigen Überblick über alle Kostenpositionen und zeigt, wie sich mit dem richtigen Smart Meter sogar Geld sparen lässt.
Was kostet ein Smart Meter?
Ein Smart Meter kostet die meisten privaten Haushalte zwischen 20 und 50 € pro Jahr. Diese Kosten sind gesetzlich durch das Messstellenbetreibsgesetz (MsbG) gedeckelt. Der genaue Betrag richtet sich nach dem jährlichen Stromverbrauch oder der Leistung einer vorhandenen Photovoltaikanlage.
Gut zu wissen: Diese Preisobergrenzen gelten nur für Haushalte, die der Smart-Meter-Pflicht unterliegen. Wer sich freiwillig ein Smart Meter einbauen lässt, zahlt bei den meisten Anbietern circa 100 € pro Jahr.
Wer zahlt die Kosten für ein Smart Meter?
Die laufenden Kosten für den Smart Meter trägt der Anschlussnehmer, also in der Regel der Hauseigentümer. Der Messstellenbetreiber stellt diese Kosten einmal jährlich in Rechnung. Sie erscheinen entweder als separate Position auf der Stromrechnung oder als eigenständige Rechnung des Messstellenbetreibers.
Wichtig ist die Unterscheidung zwischen drei Akteuren:
Wer zahlt in welcher Situation?
Welche Zusatzkosten können beim Smart Meter entstehen?
Die größte Zusatzkostenposition beim Smart Meter ist der Zählerschrankumbau, der zwischen 500 und 2.000 € kosten kann. Diese Kosten sind nicht in der gesetzlichen Preisobergrenze enthalten und müssen vom Hauseigentümer selbst getragen werden.
Die gute Nachricht: Der Einbau des Smart Meters selbst ist kostenlos. Auch das Smart-Meter-Gateway ist im jährlichen Messentgelt enthalten. Zusatzkosten entstehen nur, wenn technische Anpassungen am Zählerschrank notwendig sind.
Wann wird ein Zählerschrankumbau notwendig?
Ein Zählerschrankumbau ist erforderlich, wenn der vorhandene Zählerschrank nicht den aktuellen technischen Anforderungen entspricht. Das betrifft vor allem ältere Gebäude. Typische Gründe für einen Umbau sind:
- Zählerplatz ist zu klein für das Smart-Meter-Gateway
- Fehlende oder veraltete Sicherungselemente
- Keine ausreichende Belüftung im Zählerschrank
- Zählerschrank entspricht nicht der aktuellen DIN-Norm
Der Messstellenbetreiber prüft vor dem Einbau, ob der Zählerschrank geeignet ist. Falls Anpassungen notwendig sind, wird der Hauseigentümer vorab informiert. Die Kosten für den Umbau trägt der Eigentümer.
Kann ein Smart Meter die Stromkosten senken?
Ein Smart Meter kann die Stromkosten senken, wenn er mit einem dynamischen Stromtarif kombiniert wird. Der intelligente Zähler allein spart noch kein Geld. Er schafft aber die technische Voraussetzung, um von günstigen Börsenstrompreisen zu profitieren und den eigenen Verbrauch gezielt zu steuern.
Die Ersparnis setzt sich aus mehreren Bausteinen zusammen:
Dem gegenüber stehen die jährlichen Smart-Meter-Kosten von 20–50 € für Pflichtfälle. Die Rechnung geht in den meisten Fällen zugunsten des Haushalts auf.
Rechenbeispiel: Wie viel spart ein 4-Personen-Haushalt?
Ein 4-Personen-Haushalt mit Wärmepumpe kann durch ein Smart Meter bis zu 250 € pro Jahr sparen. Das folgende Beispiel zeigt, wie sich die Ersparnis zusammensetzt.
Ausgangssituation:
- Stromverbrauch Haushalt: 5.000 kWh/Jahr
- Stromverbrauch Wärmepumpe: 4.000 kWh/Jahr
- Gesamtverbrauch: 9.000 kWh/Jahr
- Strompreis: 0,32 €/kWh
- Wärmepumpe: als steuerbarer Verbraucher nach §14a angemeldet
Berechnung der Ersparnis:
- Netzentgelt-Rabatt nach §14a EnWG (Modul 1): 150 €/Jahr
- Dynamischer Stromtarif (Waschen, Trocknen, Spülmaschine in günstigen Stunden): 70 €/Jahr
- Bewussterer Verbrauch durch Echtzeitdaten: 50 €/Jahr
- Summe Ersparnis: 270 €/Jahr
Kosten für das Smart Meter:
- Jährliche Messstellengebühr (Verbrauch 6.000–10.000 kWh): 40 €/Jahr
Nettoersparnis durch das Smart Meter:
- 270 € Ersparnis − 40 € Kosten = 230 € pro Jahr
Die jährlichen Smart-Meter-Kosten von 20 bis 50 € sind für die meisten Haushalte also gut investiert. Besonders wer eine Wärmepumpe oder Wallbox besitzt, profitiert von reduzierten Netzentgelten nach §14a EnWG, der die Kosten um ein Vielfaches übersteigt. Auch dynamische Stromtarife werden erst durch das intelligente Messsystem möglich und bieten zusätzliches Sparpotenzial.
Häufig gestellte Fragen zu den Smart-Meter-Kosten
Wann ist ein Smart Meter Pflicht?
Ein Smart Meter ist Pflicht für Haushalte mit
- einem Jahresverbrauch über 6.000 kWh,
- einer Photovoltaikanlage ab 7 kWp oder
- einem steuerbaren Verbraucher wie Wärmepumpe, Stromspeicher oder Wallbox ab 4,2 kW Leistung.
Diese Vorgaben sind im Messstellenbetriebsgesetz (MsbG) festgelegt und gelten seit 2025. Mehr dazu hier: Smart-Meter-Pflicht
Was ist der Smart-Meter-Rollout?
Der Smart-Meter-Rollout ist der gesetzlich geregelte, schrittweise Einbau intelligenter Messsysteme in deutschen Haushalten und Unternehmen. Grundlage ist das Messstellenbetriebsgesetz (MsbG), das seit 2017 den Austausch alter Stromzähler gegen digitale Zähler vorschreibt.
Kann ich den Einbau eines Smart Meters verweigern?
Nein, eine Verweigerung ist rechtlich nicht möglich. Allerdings haben Hausbesitzer das Recht, den Messstellenbetreiber frei zu wählen und zu einem wettbewerblichen Anbieter wie metrify zu wechseln. Mehr dazu hier: Smart-Meter-Einbau verweigern
Wie lange dauert der Smart-Meter-Einbau?
Der eigentliche Einbau dauert etwa 30 bis 60 Minuten. Der Techniker tauscht den alten Zähler gegen das Smart Meter aus und montiert das Gateway. Bei einem wettbewerblichen Messstellenbetreiber wie metrify dauert der gesamte Prozess von Anfrage bis zur fertigen Installation meistens nur wenige Wochen.
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