Smart-Meter-Strahlung: Deshalb ist sie unbedenklich

Aktualisiert am:
11.02.2026
Lesezeit:
3 Minuten

Seit dem Smart-Meter-Rollout in Deutschland taucht gelegentlich eine Frage auf: Ist die Strahlung von Smart Metern gesundheitlich bedenklich? Dieser Artikel liefert die Fakten dazu.

Wie funktioniert ein Smart Meter und wie oft sendet es?

Ein Smart Meter besteht aus einem digitalen Stromzähler und einem Smart-Meter-Gateway. Der Zähler misst den Stromverbrauch. Das Gateway ist die Kommunikationseinheit, die diese Daten verschlüsselt an den Messstellenbetreiber überträgt. Nur das Gateway funkt, der Zähler selbst sendet keine Strahlung aus.

Die Datenübertragung erfolgt je nach Modell über Mobilfunk (LTE) oder über das 868-MHz-Frequenzband, ein energiesparendes Funkprotokoll. Beide Varianten arbeiten mit sehr niedriger Sendeleistung. Die Messwerte bei Haushalten mit einem Jahresverbrauch unter 100.000 kWh werden in 15-Minuten-Auflösung erfasst und einmal täglich an den Messstellenbetreiber gesendet.

Wie hoch ist die Strahlung von Smart Metern?

Messungen der Forschungsstiftung Strom und Mobilkommunikation (FSM) an der ETH Zürich zeigen: Die Feldstärke liegt direkt am Gerät unter 0,5 V/m. Bereits bei 50 cm Abstand ist die Strahlung nicht mehr messbar. Damit liegt sie weit unter den vorgegebenen Grenzwerten des Bundesamtes für Strahlenschutz.

Damit ist die Strahlung eines Smart Meters im Wohnbereich deutlich geringer als die von Alltagsgeräten, die fast jeder Haushalt täglich nutzt. 

Zum Vergleich: 

  • Ein Smartphone erzeugt beim Telefonieren am Ohr Feldstärken von bis zu 40 V/m.
  • Ein WLAN-Router strahlt in einem Meter Entfernung mit etwa 1–3 V/m.
  • Eine Mikrowelle erreicht bei 30 cm Abstand Werte von rund 30 V/m.

Selbst alltägliche Haushaltsgeräte liegen weit über dem Smart Meter. Laut einer Studie der Seibersdorf Laboratories erzeugt eine Waschmaschine etwa 7-mal stärkere elektromagnetische Felder als ein Smart Meter. Bei einem Induktionsherd liegt der Faktor sogar bei 300.

Welche Rolle spielt der Installationsort?

Die Strahlung eines Smart Meters nimmt mit jedem Meter Abstand und jeder Wand zwischen Gerät und Wohnraum drastisch ab. Bereits bei 50 cm Entfernung ist die Feldstärke laut Messungen der ETH Zürich nicht mehr erfassbar.

In den meisten Einfamilienhäusern befindet sich der Zählerschrank im Keller oder im Hausanschlussraum. Der Abstand zum nächsten Wohnraum beträgt dort in der Regel weit mehr als 50 cm, zusätzlich sind meistens Betondecken oder Wände zwischen Smart Meter und Wohnbereich.

Muss die Strahlung zusätzlich abgeschirmt werden?

Abschirmungsmaßnahmen gegen Smart-Meter-Strahlung sind aus wissenschaftlicher Sicht und in der Praxis nicht notwendig. Die gemessenen Feldstärken liegen so weit unter den Grenzwerten, dass kein Schutz erforderlich ist.

Dennoch werden im Internet verschiedene Abschirmprodukte angeboten. Diese reichen von speziellen Abschirmfolien über Metallgehäuse bis hin zu esoterischen Produkten ohne wissenschaftlichen Wirkungsnachweis. Fakt ist: Die meisten dieser Produkte sind überflüssig oder wirkungslos.

Besondere Vorsicht ist bei Abschirmfolien, Metallgehäuse oder ähnlichen Vorrichtungen geboten. Diese können den zuverlässigen Betrieb des Smart Meters beeinträchtigen.

Welche Vorteile hat ein Smart Meter?

Ein Smart Meter ist weit mehr als ein digitaler Stromzähler. Es macht den eigenen Stromverbrauch transparent, aufgeschlüsselt in 15-Minuten-Intervalle. So lässt sich schnell erkennen, welche Geräte im Haushalt besonders viel Strom verbrauchen und wo sich Einsparpotenzial verbirgt.

metrify übernimmt als Deutschlands größter wettbewerblicher Messstellenbetreiber den gesamten Prozess, von der Terminierung über den Zählertausch bis zum laufenden Betrieb. Die Anfrage ist kostenlos. Hier können Sie ein Smart Meter anfragen:

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